Wie waren die Zooferien? - Ein Erlebnisbericht
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Warum nicht einfach mal die Ferien im Zoo verbringen? Die Gelegenheit dazu wird in Heidelberg geboten, wo in diesem Jahr viele tierbegeisterte Kinder den Zoo und seine Tiere mal etwas genauer kennen lernen dürfen. An fünf Vormittagen einer Woche treffen sich die kleinen Gruppen, um jeweils von 9:30 Uhr bis 12:30 Uhr einen Teil des aufregenden Alltags im Tiergarten zu erleben.
Am ersten Tag werden sie in Begleitung eines erfahrenen Info?Rangers losgeschickt, um mit bunt illustrierten Zooplänen den Tieren auf "die Spur" zu kommen. Zur Erinnerung an die unterschiedlichen Fußabdrücke dürfen sie einen Abdruck einer Tigertatze herstellen, den sie selbstverständlich mit nach Hause nehmen dürfen.
Was kann man eigentlich tun, damit es den Tieren im Zoo nicht langweilig wird? "Es gibt auch Spielzeug für Tiere", erklärt Zooschullehrerin Pamela Tröster dem Experten?Team. Die 6- bis 13-jährigen bekommen einen großen Karton mit Bambushölzern, Seilen und eine Menge Leckereien für die Rhesusaffen. Dann geht es an die Arbeit: In die Bambusstäbe werden mit großem Eifer Löcher gebohrt, in die Rosinen gestopft werden. Ein sehr geschicktes Kind bindet die gefüllten Hölzer zu einer Strickleiter zusammen und schmiert die Enden mit Joghurt oder Ketchup zu. Nun müssen die Tierpfleger die Rhesusaffen zunächst einmal wegsperren. Erwartungsvoll beobachten die possierlichen Tiere wie die Kinder im Sand Kerne, Nüsse und Rosinen vergraben. Die Wände des Innengeheges dürfen ausnahmsweise einmal mit Ketchup und Quark beschmiert werden. "Bitte nicht so hoch", erinnert eine der Tierpflegerinnen, "die Affen sind doch viel kleiner als ihr!" Auch die gebastelte Strickleiter wird an die vorhandenen Bäume gehängt. Groß ist die Freude, als die Tiere wieder in das Gehege dürfen und sich im "Affentempo" auf das Spielzeug stürzen. Stolz verabschiedet sich das Team und wird zu den Eltern gebracht, die kleinlaut anfragen, ob so etwas nicht auch mal für die Erwachsenen gemacht werden könnte.
Gespannt steht der Nachwuchs am nächsten Morgen wieder am Eingang. "Was machen wir denn heute?" fragen sie Inforangerin Uli Fehr, die momentan ihre Zulassungsarbeit über die beliebten Robben im Zoo schreibt. "Heute beschäftigen wir uns einmal ganz intensiv mit den Robben und Seelöwen" ? ein für die heißen Sommertage recht willkommenes Thema. Ein Tierpfleger zeigt den Kindern frischen Fisch, den die Seelöwen täglich eimerweise verspeisen. Schließlich lernen die Kinder "Leonardo & Co" sogar persönlich kennen. Zum Schluss basteln sie mit viel Eifer Gehegeschilder, auf denen sie ihren "Lieblingsseelöwen" vorstellen. Die liebevoll gestalteten Plakate der ersten Feriengruppe können bereits in einer Vitrine am Küstenpanorama bewundert werden.
Am vorletzten Tag geht es in die Futterküche und auf den Betriebshof. Besonders beeindruckend sind die riesigen Kühlhäuser, in denen Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse aufbewahrt wird. Wer hätte gedacht, dass Zootiere so leckeres und frisches Futter bekommen, dass man es am liebsten selbst essen würde. Nach einer kleinen Frühstückspause begrüßt Herr Mitter, der Bärenpfleger das Ferien-Team. Gemeinsam wird aus klein geschnittenen Fruchtstücken eine "Eisbombe" für die Bären zubereitet.
Schnell geht die Woche zu Ende und am letzten Tag ist Gehegereinigung angesagt. Mit Besen, "Kratzer", Gießkanne und Schaufeln geht es zu den Stachelschweinen und Waschbären. Die Kinder machen sich an die Arbeit und die Stachelschweine bekommen ein richtig schön sauberes Gehege. Anschließend gibt es noch ein Tier zum Anfassen und Beobachten: Aus den Terrarien der Zooschule wird eine Schlange geholt, die jedes Kind einmal streicheln darf. Wie zuvor schon die Bären, bekommen nun auch alle Teilnehmer eine Leckerei; denn sie haben toll mitgearbeitet und möchten möglichst schnell wieder teilnehmen.

